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Windows 10 – Informationen, Empfehlungen, Anleitungen

Seit Juli 2015 ist Windows 10 als Nachfolger von Windows 8.1 verfügbar. Bislang haben wir von der Benutzung von Windows 10 aus unterschiedlichen Gründen abgeraten: Zum einen ist es bei der Einführung eines neuen Betriebssystems von Vorteil, mit dem Umstieg abzuwarten, bis die anfänglichen Fehler und Probleme beseitigt sind und gleichzeitig von den Erfahrungen der Community zu profitieren. Zum anderen dauert es immer einige Zeit, bis sich ein neues Betriebssystem etabliert hat und genügend Anwendungssoftware hierfür verfügbar ist.

Mittlerweile können wir den Einsatz von Windows 10 auf neuer Hardware in der Universität zu Köln empfehlen, sofern einige wichtige Sicherheitseinstellungen getätigt sind. Lesen Sie bitte im Folgenden, um welche Systemeinstellungen es geht, damit Sie ein datenschutzrechtlich sicheres Betriebssystem nutzen.

Auf Windows 10 umsteigen?

vorhandenes BetriebssystemEmpfehlungGrund
Windows 7 oder Windows 8kein Grund zum Umsteigenstabile Betriebssysteme, die noch bis 2020- 23 mit Sicherheitsupdates von Windows versorgt werden
Windows XP oder Windows Vistaschnellstmöglichkeine Sicherheitsupdates mehr seit April 2014, beziehungsweise seit April 2017; Betriebssystem stellt potentielle Gefahrenquelle für Sie, Ihre Daten und das angeschlossene Netzwerk dar 
neuer Computer
(vor allem bei Geräten mit Touch-Screen)
Einsatz von Windows 10Windows 10: anfängliche Fehler und Probleme beseitigt, genügend Erfahrungen in der Community; Datenschutzproblematik ist zu beachten!

Wie und wo bekomme ich Windows 10?

Windows 10 Education ist zur Dienstnutzung an der Universität zu Köln durch das Microsoft Campus Agreement in unserem Software-Shop kostenlos erhältlich. Bei den zu bezahlenden 5€ handelt es sich lediglich um eine Bearbeitungsgebühr pro bestelltem Produkt. Sie müssen das jeweilige Produkt nur ein einziges Mal bestellen und dürfen es anschließend auf beliebig vielen Rechnern einer Einrichtung der Universität zu Köln installieren. Voraussetzung ist lediglich eine Windows-Basislizenz.

Informationen zu den Lizenzen finden Sie auf unserer Microsoft Produkte-Seite.

Windows 10 und der Datenschutz

Neue Funktionen – problematisch für Datenschutz

Windows 10 enthält einige neue Funktionen, die hinsichtlich des Datenschutzes kritisch gesehen werden: Es sammelt in der Standardkonfiguration zahlreiche personenbezogene Daten (unter anderem über das Surfverhalten sowie die Nutzung der Spracherkennungssoftware Cortana, zu Werbezwecken) und gibt diese an Microsoft weiter (siehe beispielsweise den Artikel von heise online).

Anpassungen in Windows

Um das Übertragen von Telemetriedaten und Ähnlichem an Microsoft zu unterbinden, können Sie zum einen während der Installation, als auch zum anderen im anschließenden laufenden Betrieb bestimmte Einstellungen ändern, durch welche das Senden von Nutzungsinformationen an Microsoft abgeschaltet und Sicherheitsrisiken vermieden werden können. Wir haben hierzu eine ausführliche Installationsanleitung erstellt.

Anpassungen per Tools

Alternativ haben Sie die Möglichkeit, nach der Installation von Windows 10 unterschiedliche kostenlose Tools zu nutzen, mit welchen sich die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen für Windows 10 komfortabel verändern lassen. Diese Tools bieten auch deswegen einen Mehrwert, weil damit mehr Funktionen abgeschaltet werden können, als während Installation und anschließend in den Windows-Einstellungen. Wer dies händisch durchführt, sollte also trotzdem noch eines der Tools benutzen, um wirklich alles abschalten zu können. Seien Sie bei der Verwendung dieser Tools immer vorsichtig: Durch Änderungen an den Einstellungen können auch Funktionen deaktiviert werden, die durchaus für Sie nützlich sein können.

Das RRZK empfiehlt als Tool den Einsatz von „O&O ShutUp10“. Verwenden Sie hierzu unsere Anleitung zur Konfiguration der Datenschutzeinstellungen

Lokales Konto verwenden – kein Microsoft-Konto

Neben dem Ändern der Datenschutzeinstellungen ist es ratsam, Windows 10 ohne Microsoft-Konto zu nutzen, da so gegebenfalls unwissentlich Nutzungsdaten in der Cloud gespeichert werden (siehe zum Beispiel Praxistipps von chip.de). Unter Umständen verletzen Sie so Ihre Sorgfaltspflicht hinsichtlich des Dienstgeheimnisses oder verstoßen gegen Datenschutzbestimmungen, wenn Sie in der Cloud personenbezogene Daten speichern. Anstatt dessen sollte Sie ein lokales Benutzerkonto verwenden. Es ist aber auch darauf hinzuweisen, dass sich ohne Microsoft-Konto auch Nachteile ergeben: So können unter anderem keine kostenlose Apps aus dem Store geladen werden und die Benutzung der Onedrive-Cloud-Integrierung gestaltet sich etwas schwieriger.

Kontakt
Bei Fragen und für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an den RRZK-Helpdesk